Strom sparen ist gut für die Umwelt und den Geldbeutel. Es gibt viele Möglichkeiten Strom zu sparen ohne all zu große Einschränkungen im Alltag in kauf nehmen zu müssen. Das größte Sparpotenzial liegt im persönlichen Verhalten und in der Modernisierung einiger Elektrogeräte. Hier eine paar Stromspartipps:

LED Lampen
Lampen mit LED-Technik haben gegenüber der herkömmlichen Glühbirne einen sehr geringen Stromverbrauch. Auch sogenannte Energiesparlampen (Kompaktleuchtstofflampen) können in Sachen Einsparung nicht mit den modernen LED´s mithalten. Zudem enthalten diese Niederdrucklampen Quecksilber, das bei Beschädigung des Leuchtkörpers austreten kann und somit ein Gesundheitsrisiko darstellt. Bei vielen modernen LED-Lampen ist es leider nicht möglich die LED´s bei einem Defekt auszutauschen da Sie fest mit dem Leuchtkörper verbaut sind. Aufgrund der geringen Größe der LED´s ist eine kreative Gestaltung der Lampe durch den Hersteller möglich, andererseits wird das austauschen der LED´s dadurch fast unmöglich. Damit bei einem Defekt nicht die ganze Lampe getauscht werden muß, sollte auf Lampen mit einer normalen Fassung, also z.B. E27, E14, GU10 etc; zurück gegriffen werden. Ist ein Leuchtmittel defekt, kann es problemlos gegen ein neues ausgetauscht werden. Ansonsten ist der Spareffekt mit dem Neukauf einer ganzen Lampe schon nach einigen Jahren verpufft. Die Lebensdauer von hochwertigen LED´s ist mit bis zu 100.000 Betriebsstunden um einiges höher als die einer Glühbirne (ca. 1.000 Std. Lebensdauer), dennoch ist ein Austausch einer ganzen Lampe zeitaufwendig und teuer.

Stromfresser abschalten oder austauschen
Elektrogeräte, die ständig eingeschaltet sind, haben einen großen Anteil am Gesamtverbrauch, demnach ist es sinnvoll über den Austausch von Kühlschrank und Tiefkühltruhe nachzudenken. Gerade bei älteren Geräten lohnt sich die Investition in ein neues Gerät mit einer guten Energieeffizienzklasse relativ schnell. Eine Kühl-Gefrierkombination mit der Energieeffizienzklasse A+++ hat einen Jahresverbrauch von ca. 160 kWh, eine alte Kühl-Gefrierkombination ohne Energielabel verbraucht ca. 550 kWh pro Jahr. Bei einem Strompreis von 27,0 cent/kWh sind das 148,50 € pro Jahr für den alten, gegenüber 43,20 € für die neue Kühl-Gefrierkombination. Das ergibt eine Ersparnis von 105,30 € pro Jahr. Demnach hat sich der Kauf eines neuen Kühl-Gefrierschranks zum Einkaufspreis von z.B. 499 Euro schon nach 5 Jahren amortisiert. Wer alle Stromfresser im Haushalt finden will, sollte sich ein Stromzähler für Steckdose (Energiekosten-Messgerät) zulegen. Diese lassen sich zwischen Steckdose und Endgerät schließen und geben genaue Auskunft über den tatsächlichen Stromverbrauch von Elektrogeräten. Denn auch die Herstellerangaben stimmen nicht immer mit dem tatsächlichen Verbrauch überein. Energiekosten-Messgeräte sind schon ab ca. 10,00 € erhältlich.

Tiefkühltruhen und Kühlschränke
Die Temperatur von Kühlschränken und Tiefkühltruhen sollte nicht zu tief eingestellt werden. Für Kühlschränke reicht eine Temperatur von +7 Grad, bei Tiefkühltruhen sind es -18 Grad. Tiefkühlschränke und Fächer regelmäßig abtauen und keine unnötigen Lebensmittel im Kühlschrank lagern, das spart zusätzlich.

Geräte mit StandBy-Modus ausschalten
Geräte im StandBy-Modus verbrauchen teilweise bis zu 3 Watt Strom. Bei der Vielzahl an Elektrogeräten die heutzutage in einem normalen Haushalt im Einsatz sind, kommt in Sachen Stromverbrauch einiges zusammen. Die entsprechenden Geräte sollten bei längerem Nichtgebrauch ausgeschaltet werden, alternativ kann eine Mehrfachsteckdose mit Schalter eingesetzt werden, damit lassen sich viele Endgeräte auf einmal ansteuern. Auch bei einer Neuanschaffung immer auf die Herstellerangaben zum StandBy-Verbrauch achten!

Strom sparen beim Kochen und Backen
Wenn man einige Dinge beachtet lässt sich beim Kochen und Backen viel Strom sparen, denn das erhitzen verbraucht generell viel Energie. Der Backofen muss nicht für alle Speisen voll vorgeheizt werden, ebenso kann man die Backzeit 1-2 kürzer einstellen um die Pizza mit der Restwärme fertig zu backen. Auch mit der vorhandenen Restwärme von Herdplatten lassen sich Speisen fertig garen. Pfannen und Töpfe deren Unterseite nicht mehr plan auf der Kochfläche aufliegen verbrauchen zusätzlich Energie, da die Wärme der Herdplatte kann nicht mehr gut übertragen werden kann. Pfanne und Töpfe mit eingebrannter Unterseite unbedingt reinigen! Beim kauf von neuen Töpfen und Pfannen sollte auf Qualität geachtet werden, wer hier spart zahlt am Ende drauf.

Spülmaschinen
Spülmaschinen bitte nur voll gefüllt laufen lassen, grobe Verschmutzungen vorher entfernen. Viele Spülmaschinen haben einen Sparmodus (Eco-Modus), in dem nocheinmal Wasser und Strom gespart wird. Auch hier gilt das alte Geräte viel Wasser und Strom verbrauchen um das Geschir zu reinigen. Neue Geräte verbrauchen deutlich weniger, auch hier kann man sich an den Energieeffizienzklassen orientieren.

Heizen mit Strom
Heizungen die mit Strom arbeiten sind ware Energiefresser. Dies gilt auch für Nachtstrom-Speicherheizungen, da diese ursprünglich auf die Speicherung des Stroms in der Nacht ausgelegt waren, es gibt aber nur noch wenige Stromanbieter die im Nachttarif einen günstigeren Arbeitspreis anbieten. Außerdem arbeiten diese Heizungen nicht besonders effektiv. Wer mit Strom heizt sollte sich nach Alternativen umschauen. Und für alle Heizungsarten gilt: Im Winter warme Kleidung anziehen hilft die Heizkosten zu senken, außerdem müssen meist nicht alle Räume voll geheizt werden.

Computer sind echte Stromfresser
Beim Kauf eines neuen PC oder Laptop wird vorallem auf hohe Rechenleistung geachtet, doch hohe Rechenleistung kann auch eine hohe Stromrechnung zur Folge haben. Denn zum verarbeiten der Daten braucht ein Computer Strom. Computer mit hoher Prozessorleistung benötigen auch ein größeres Netzteil, was wieder mehr Strom zieht. Die Leistung des neuen PC sollte also an das Nutzerverhalten angepasst werden. Außerdem können die Energieeinstellungen in der Systemsteuerung des PCs an das Nutzerverhalten angepasst werden. Für Anwendungen bei denen keine hohe Rechenleistung benötigt wird kann auch ein Laptop zum Einsatz kommen, diese sind meist schon von Haus aus sparsamer als großen Desktop-Computer.

Nicht am falschen Ende sparen
Bei Neuanschaffungen von Elektrogeräten sollte nicht ausschließlich auf einen günstigsten Preis geachtet werden. Günstige Geräte haben oft einen höheren Stromverbrauch als hochwertige Geräte, das hängt mit der Qualität der verbauten Teile zusammen. Außerdem haben günstige Geräte oft schneller einen Defekt und eine Reparatur lohnt nur in seltenen Fällen. Hochwertige Elektrogeräte zu kaufen spart am Ende nicht nur Geld, sondern schon auch die Umwelt. Denn der Elektroschrott unsere Wohlstandsgesellschaft ist eine echte Belastung für unsere Umwelt!

 

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