Passende Krankenkasse

95 Prozent der Leistungen von gesetzlichen Krankenkassen sind identisch. Unterschiede gibt es lediglich bei den freiwilligen Zusatzleistungen, Bonusprogrammen und dem Service. Beim Wechsel der Krankenkasse sollten folgende Punkte beachtet werden:

  • werden Zusatzleistungen über den gesetzlichen Grundschutz hinaus angeboten?

  • bietet die Krankenkasse einen direkten Ansprechpartner in der Nähe an?

  • gibt es Bonusprogramme, die ein gesundheitsbewusstes Verhalten belohnen?

  • welche Zusatzbeiträge verlangt die Krankenkasse?

Kündigung

Die Kündigung sollte immer schriftlich, am besten per Einschreiben mit Rückschein erfolgen. Die bisherige Krankenkasse ist verpflichtet, innerhalb von 14 Tagen die Kündigung schriftlich zu bestätigen, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind.

 

Nachweis auf Mitgliedschaft

Die bisherige Krankenversicherung hat bis zur der Vorlage des Nachweises auf Mitgliedschaft Bestand. Außerdem sollte umgehend der Arbeitgeber informiert werden, damit dieser Zeit hat die Ummeldung vorzunehmen. Beim Wechsel von einem gesetzlichen Anbieter zu einem anderen wird keine Gesundheitsprüfung vorgenommen.

 

Bindungsfrist

Grundsätzlich kann jederzeit ein Krankenkassenwechsel vorgenommen werden. Einzige Voraussetzung ist eine Versicherungslaufzeit von mindestens 18 Monaten. Bei bestimmten Wahltarifen kann diese Bindungsfrist auch bei bis zu drei Jahren liegen. Ausgenommen aus der 18-monatigen Frist sind z. B. freiwillige Versicherte, die aus einer gesetzlichen in eine private Krankenversicherung wechseln möchten. Des Weiteren besteht eine erleichterte Wechselmöglichkeit, sofern Zusatzbeiträge erhoben oder Prämienzahlungen verringert werden.

 

Sonderkündigungsrecht

Die Kündigungsfrist beträgt zwei Monate zu Monatsende. Sollte es aber zu einer Erhebung oder Erhöhung des Zusatzbeitrags kommen, besteht die Möglichkeit die Mitgliedschaft zu kündigen. Dieses Recht auf Kündigung erlischt mit der Fälligkeit des ersten Zusatzbeitrags. Das Sonderkündigungsrecht greift auch bei der Kürzung oder Wegfall einer Prämienzahlung. Es gilt zu beachten, dass das Recht auf Sonderkündigung während der dreijährigen Bindungsfrist bei Wahltarifen ausgeschlossen ist.

 

Familienangehörige

Sofern Familienangehörige kostenlos mitversichert sind, muss dies zwingend beim Krankenkassenwechsel berücksichtigt werden, da es diese Möglichkeit bei einer privaten Krankenversicherung nicht gibt. In diesem Fall muss ein zusätzlicher Vertrag abgeschlossen werden. Bei einem Wechsel innerhalb gesetzlicher Krankenkassen müssen Familiengehörige aufgeführt werden, damit auch für sie ein Versicherungsschutz besteht.

 

Versicherungslücken

Versicherungslücken können unabhängig von dem Wechsel nicht auftreten. Jeder Arzt muss eine begonnene Behandlung fortführen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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