Kontowechsel-Service und Zahlungskontengesetz
Besonders für Neukunden bieten viele Banken einen Wechsel-Service zum erleichterten Kontowechsel an. Sie übernehmen viele Aufgaben, die mit einem Kontowechsel einhergehen: Guthaben von dem alten Konto auf das neue überweisen, Daueraufträge umschreiben und das alte Girokonto kündigen. Zudem werden bei der Eröffnung verschieden Vordrucke für Arbeitgeber, Versicherung etc. zur Verfügung gestellt. Im Rahmen des seit September 2016 geltenden Zahlungskontengesetzes ist die neue und alte Bank verpflichtet innerhalb von zwölf Tagen sämtliche Daten auszutauschen. Des Weiteren muss das Kreditinstitut alle Geschäftspartner, von denen Überweisungen eingehen, über die neue Kontoverbindung informieren. Jedoch greift das Zahlungskontengesetz nur bei einem Kontowechsel innerhalb Deutschlands. Für die die das lieber alles selber machen möchten hier die Tipps zum Girokonto wechseln:

Checkliste Kontowechsel in Eigenregie

Freistellungsauftrag
Um die Abgeltungssteuer für Kapitalerträge zu umgehen, sollte man bei der neuen Bank einen Freistellungsauftrag einrichten. Wurde bereits ein Freistellungsauftrag bei vorherigen Kreditinstitut beantragt, muss dieser separat gekündigt werden. Der Sparer-Pauschbetrag beläuft sich für alle Konten zusammen auf 801€ bei Ledigen und auf 1602€ für Verheiratete.

Onlinedienste
Bankverbindungen, die bei Online-Händlern und Online-Dienstleistern angelegt wurden, müssen vor dem nächsten Einkauf aktualisiert werden.

Dispokredit
Ein eingerichteter Dispositionskredit der bisherigen Bank kann bei einem Kontowechsel oftmals von der neuen Bank übernommen werden. In der Regel verlangt die neue Bank hierfür die Vorlage eines Gehaltsnachweises. Ein Dispokredit ist als Puffer zur Sicherheit sinnvoll, jedoch als langfristiger Kredit zu kostenintensiv. Immer die Dispo-Zinsen der Kontoanbieter vergleichen bevor man wechselt!

Kontoführungs-Gebühren
Die Kontoführungs-Gebühren sind von Anbieter zu Anbieter sehr unterschiedlich. Komplett kostenlose Konten werden nur noch von wenigen Banken angeboten, meist sind dies Direktbanken. Direktbanken haben keine Filialen an die man sich bei Problemen mit dem Konto wenden kann, dies muss man bei einer Direktbank alles online oder telefonisch klären. Andererseits kann man sich eben die Gebühren sparen. Was einem hier wichtiger ist muss jeder für sich entscheiden.

Versteckte Kosten
Beim Vergleich der Girokonten sollte auch auf versteckte Kosten geachtet werden. Die versteckten Kosten sind meist Gebühren für die Kreditkarte und evtl. hohe Gebühren für das Geld abheben an fremden Geldautomaten. Zudem haben kostenlose Girokonten oft die Bedingung, das ein bestimmter monatlicher Mindestbetrag als Geldeingang zu verbuchen ist. Hinweise zu diesen Gebühren findet man in den Preislisten der Banken.

Daueraufträge und Lastschriftmandate
Vor dem Wechsel des Girokontos sollte die Daueraufträge und etwaigen Einzugsermächtigungen überprüft werden. Daueraufträge können selbstständig für das neue Konto eingerichtet werden. Zahlungspartner mit einer Einzugsermächtigung müssen über die neue Bankverbindung informiert werden. Dies funktioniert meist auch über das Kontaktformular auf deren Internetseite oder per Telefon. Wenn ein Zahlunspartner einen Dauerauftrag wegen falscher Bankdaten nicht einlösen kann entstehen Gebühren beim Zahlungspartner und bei der Bank!

Geldeingänge
Alle Stellen, von denen Geldeingänge zu erwarten sind müssen über die neue Bankverbindung in Kenntnis gesetzt werden.

Übergangszeit
In der Regel erweist es sich als sinnvoll, das alte Girokonto nicht sofort zu kündigen, sobald ein neues eröffnet ist. Beide Konten sollten etwa zwei bis drei Monate nach dem Wechsel parallel bestehen. Außerdem sollte sich auf dem alten Konto ein kleiner Betrag für gegebenenfalls auftretende Fehlbuchungen vorhanden sein.

Einschreiben/Rückschein
Generell solltest man das Kündigungsschreiben an die alte Bank per Einschreiben mit Rückschein oder per Fax (Bestätigung aufbewahren) versenden.

 

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